Mittwoch, 8. Juni 2016

Ihr könnt uns stechen! Aber wir neutralisieren euch!!!

Alle Jahre wieder werden wir von diesen fiesen Viechern heimgesucht. Stechmücken.

Wer kennt nicht das miese Summen, was einem durch Mark und Bein geht und weshalb man dann die Nachttischlampe SOFORT wieder anknipsen muss. Um der Mücke das Lebenslicht auszuknipsen!


Unser Junior und ich haben nicht nur Stiche, NEIN! Wenn wir gestochen werden, haben wir die Beulenpest! Die Stiche schwellen an, vereinen sich, werden heiß und jucken wie bekloppt. Und natürlich dauert es bis zu einer Woche, bis so ein Stich dann halbwegs abgeheilt ist.
(Drum hab ich ihm vor Kurzem einen eigenen Mückenfänger (s.o.) gezeichnet und übers Bett gehängt.
Leider sind die Mückenviecher davon eher unbeeindruckt. Kein Wunder: Im Dunkeln kann man den Frosch ja gar nicht sehen!)


Das war schon immer so.
BIS... zum Pfingsturlaub!

Ich hatte im Netz mal wieder nach dem derzeitig wirksamsten Mittelchen gesucht und bin über einen Artikel gestolpert, den ich erst für einen Scherz hielt.

Da behauptete jemand, dass man einen Mückenstich einfach erwärmen müsse. Mit dem Saugrüssel spritzen die Biester Gift. (Das ist das was so gemein juckt!) Es basiert auf Eiweißproteinen. Und jetzt kommts: Bei 45 Grad Celsius werden diese Eiweiße zerstört.

Man kann also den Stich einfach erwärmen und dann hört das Drama auf!
Das haben wir gleich ausprobiert:

Ich hatte am Morgen gleich 3 Stiche an meiner Hand und hab beim Frühstück die Stiche an meine heiße Teetasse gehalten. Vielleicht so 2-3 Minuten. Binnen Sekunden hörte es auf zu jucken. Die Stiche waren nach einer halben Stunde weg! Ich war wie vom Donner gerührt!

Weil man aber in der Regel keine heiße Teetasse mit sich führt, kann man auch so kleine Geräte kaufen.



Ich habe vor dem Urlaub eines besorgt und das hat Junior eifrig getestet. Man hält eine kleine Metallplatte auf den Stich und drückt einen Knopf. Das Metall heizt sich auf und wenn es einem zu heiß wird, macht man es wieder aus.

Wir waren alle völlig platt! Das ist gar kein Scherz! Das klappt tatsächlich!
Warum hat man uns das all die Jahre vorenthalten?
Für uns die Innovation des Sommers! Und nachdem ich gelesen habe, dass nach dem feuchten Frühjahr und den vielen Überschwemmungen die Mückenplage schon vorprogrammiert ist, bin ich fast schadenfroh.

Ihr könnt uns stechen! Aber wir neutralisieren euch!!!

Dienstag, 31. Mai 2016

"Kleine Kinder, kleine Sorgen....

...große Kinder, große Sorgen!" 

Das ist so ein beknacktes Sprichwort! Wer kommt denn auf so etwas?

 
Nun ja, das Prinzip dahinter verstehe ich ja. Was kann so ein Säugling schon groß anstellen? Außer ein paar durchwachter Nächte und voller Windeln... warte erst mal, bis sie XX Jahre alt sind, dann...

Unser erstes Kind hat die Nächte durchgebrüllt. Einfach so. Nicht zu beruhigen. Der Haushalt lag brach, weil ich als Mami nach ein paar Wochen nur noch auf dem Zahnfleisch ging. Der ziemlich hohe Blutverlust bei der Geburt brachte meinen Kreislauf für Monate zum Erliegen und gut meinende Leute meinten, ich solle mich einfach mal so richtig ausschlafen. Ja nee, is klar!

 Zwei Jahre später kam Nummer 2. Wir dachten: Wir haben das mit dem ersten Baby auch irgendwie überlebt, viel schlimmer kanns gar nicht werden. Es wurde viel schlimmer. Denn der Knabe schrie nicht nur nachts... Rückblickend glaube ich, dass ich das erste Jahr mit 2 Kindern immer so kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand. Kleine Kinder, kleine Sorgen... Ja nee, is klar!

Inzwischen sind wir über dieses Stadium hinaus. (Was ich nicht bedaure!) Und neue Sorgen haben uns geplagt. Manche davon können wir heute belächeln. Bei anderen kommen mir jetzt noch die Tränen. Sie haben eines gemein:


Sie legen unser Herz bloß, machen uns hilflos und unendlich klein. Dabei haben Eltern doch immer alles unter Kontrolle! Gefälligst!


Wir sehen um uns herum viele Eltern, deren Kinder ihnen echte, existenzielle Sorgen machen! Da sind kleine Kinder sterbenskrank. Da haben sie Unfälle und furchtbare Erlebnisse. Sie sind so winzig und bedürfen so viel Nähe und Schutz und nicht immer können wir ihnen geben, was sie brauchen. Kleine Kinder, kleine Sorgen? Ja nee, is klar!

Manche unserer Freunde und Bekannten sind (wie wir) bereits im Genuss von Teenagern. Pubertät, die Achterbahn der jungen Jahre. Wir haben erlebt, wie diese Kinder mit ihrer Rolle als Fasterwachsene und Nochkinder hadern und straucheln. Wie sie Blödsinn verzapfen, die Schule hinschmeißen, zündeln (und dabei fast ums Leben kommen), beim Klauen erwischt werden, das Auto zu Schrott fahren, wegen Alkoholmissbrauchs in der Klinik landen. Mein Mann war lange Zeit Gemeindepastor. Er hat blutjunge Menschen beerdigt, die sich selbst das Leben nahmen und denen das Leben genommen wurde. Ist es insofern nicht berechtigt zu sagen, dass große Kinder auch große Sorgen machen?

Was ist denn groß und was ist klein?
Ich glaube nicht, dass die Sorgen selbst eine andere Größe haben. Denn wer will das abwiegen?
Ist ein todkranker Säugling schlimmer als ein Teenager mit Depressionen und Suizidgedanken?

Vielleicht liegt es daran, dass wir als Eltern hoffen, unsere Kinder zu prägen, sie auf die richtige Spur zu setzen. Ihnen einen Start ins Leben zu ermöglichen, der ihnen die Welt öffnet.
Durchwachte Nächte sind normal... für Eltern mit Säugling. Das ist eben so. Da hat jeder Verständnis (und ein paar tolle Tipps).
Durchwachte Nächte mit einem Teenager sind nicht so normal. wenn die Koliken vom Alkohol und nicht von zu viel Luft im Darm kommen... 

Dann kommt zu der reinen Sorge, um das Wohl unserer Kinder noch etwas anderes: Die Angst versagt zu haben. Etwas falsch gemacht zu haben. Die Kids entgleiten unseren Armen (und das muss auch so sein) aber wir haben keine Kontrolle mehr, wohin sie gleiten.

Bianca Bleier hat in einem Artikel mal einen Satz geschrieben, der mir oft einfällt, wenn ich meine Kids nicht mehr verstehe und sie mir (und sich selbst) das Leben scheinbar absichtlich schwer machen: Teenager muss man mit Liebe zuscheißen!

Wenn nix mehr geht und sie einfach nur ätzend drauf und die Eltern saublöd und nervig sind... dann hilft es ungemein, wenn man weiß, dass Wörter da rein und da raus gehen. Aber eine Umarmung, ein kleiner Zettel beim Pausenbrot, ein freundlicher Nasenstüber oder eine gemeinsame Zeit auf dem Sofa diesen kleinen und großen Kerlchen signalisieren, was sie für immer in ihr Herz geschrieben haben sollen:

Du bist zu Hause! Und hier bist Du geliebt mit (und manchmal auch trotz) Deiner Ecken und Kanten!!! Ganz und gar. Jede Faser Deines Seins!

Kleine Sorgen? Das ist sowas wie: Ach du liebes Lieschen! Ich hab die Eier vergessen!
Große Sorgen? Ja, das gehört zum Elternsein dazu...


Ach ja... und war da nicht noch etwas zum Thema SORGEN?
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1Petr 5,7


PS: Der Kerl auf dem Foto ist heute Teenager und wohlauf. Damals haben sie "Unfall" gespielt. Einer legt sich mit dem Rad auf den Boden und der andere kommt mit dem Bobbycar und rettet! Nur damit sich niemand wundert, wieso die Mutter seelenruhig Fotos schießt, während das Kind gerade verunglückt ist...

Mittwoch, 11. Mai 2016

Malwettbewerb

In den letzten Wochen hatte sich mein Verlag was extrem Nettes ausgedacht:
Einen Malwettbewerb für Quentin-Fans!

Zu gewinnen gab es ne Menge Zeug vom Drachen und der Hauptpreis war ein Adressstempel, den es nur für diesen Anlass gibt!


Natürlich mit der Adresse des Gewinners! Is ja logisch!

Letzte Woche wurde ich dann mit einer Flut von Bildern überrascht! Soooo süße und traumhaft schöne Drachenbilder! Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben! Ihr seid wirklich superunfassbardrachenstark!

Gewinnen konnten leider nur drei Kids. Das ist ein bisschen gemein. Und unfair... aber wer mag, der darf mir nochmal ein Bild schicken (gerne per Mail) und ich veröffentliche hier dann eine Internetgalerie voller Quentins! Nur der Anerkennung und Ehre wegen!


Debora Freising (5)
Anna-Maria Schmidt

Toni Matej Winterhoff (8)


Donnerstag, 28. April 2016

Frühlingsgefühle

Vor ein paar Jahren geschrieben und gerade wieder brandaktuell!
Außer das mit den Kindergartenkindern...

Jeden Winter passiert mit mir das gleiche.

Erst freue ich mich auf die kalte Jahreszeit. Ich sehne mich nach dem ersten Schnee und hüpfe mit meinen Kindern völlig albern über die Sofas, wenn die erste Flocke fällt. Ich genieße die Vanillekipferl meiner Freundinnen (weil meine eigenen Backergebnisse über die obligatorischen Butterplätzchen nicht herauskommen). Ich liebe die vielen Lichter und Kerzen, die Adventszeit (vor allem seit wir Kinder haben) und Weihnachten – ach ja Weihnachten!!! Dann kommt Silvester und ich plane einen gemütlichen Abend mit Freunden und dem Kinderfeuerwerk (nur mit ein paar Wunderkerzen o.ä, also ohne Krach und um 21:00 Uhr!!!) und dann dem Erwachsenenfeuerwerk bei dem wir draußen frieren und uns wundern, wo die Nachbarschaft das Geld hernimmt, um hunderte von Raketen in die Luft zu feuern. Schööön!

Ja und dann… dann wird mir der Winter lang. Sehr lang. In den letzten Jahren hatten wir auch kaum Schnee und die düstere, graue Stimmung legte sich nicht nur auf mein Gemüt, sondern auch auf das meiner Kinder. Ein feuchter Januar, ein zugiger Februar mit nassen Spielplatzbänken, kahlen Bäumen und dunklen Tagen… Als Mutter von zwei sehr lebhaften Jungs im Kindergartenalter ist diese Zeit eine pädagogische Herausforderung.

Und dann passiert es: Die ersten Prospekte landen in unserem Briefkasten…von Baumärkten und Supermarktketten und Gärtnereien… und es ist um mich geschehen!
Ich will Frühling! Und zwar jetzt! Es muss schnell gehen und bunt werden, ach und habe ich schon erwähnt, dass es JETZT sein soll? Also blättere ich in den Prospekten und lasse beim Lebensmitteleinkauf auch gleich ein paar Samentütchen in den Einkaufswagen wandern. Zucchini und Zierkürbisse, Tomaten und Sonnenblumen, Kapuzinerkresse und Wicken. Alles völlig anspruchslos und idiotensicher – also genau meinen Ansprüchen genügend.
Schon auf dem Heimweg vom Einkaufen sehe ich die Blütenpracht vor mir, schmecke ich die saftigen Tomaten und ich schnitze in Gedanken kleine Muster in die winzigen Kürbisse, um sie im Herbst auf die Terrasse zu stellen. Schnell noch einen Abstecher im Gartenzentrum gemacht, um ausreichend Erde zum Vorziehen der Pflänzchen zu haben. (An der Kasse des Gartenzentrums musste ich unbedingt noch die Kräutersamen und diese neue Sonnenblumensorte mitnehmen.)

Und dann wird es Frühling bei uns! Ich gebe mich nicht mit den Angaben auf den Tütchen zum Thema „Aussaat“ ab. Das sind nur so ungefähre Zeitfenster, für die, die so was noch nie gemacht haben. Und schon haben wir ein kleines Gewächshaus und einen Balkonblumenkasten auf den Fensterbänken unserer (sehr kleinen!) Essecke. Die Jungs sind begeistert und helfen kräftig beim Gießen. Und schon nach wenigen Tagen werden wir mit den ersten zarten Blättchen belohnt. Irgendetwas sprießt da! Es ist Frühling! Im Februar!
Leider habe ich im Eifer des Gefechts die Beschriftung der Töpfchen und Kästchen vergessen und so freuen wir uns einfach mal über „Grün“. Die Sonnenblumen kann man dann recht schnell erkennen. Sie wachsen hervorragend! Traumhaft! Bald brauchen sie mehr Platz… Im normalen Gärtnerleben würde man sie jetzt raus setzen, damit sie genug Platz für ihre Wurzeln haben und sich der wärmenden Sonne entgegenstrecken können. Das ist Anfang März etwas schwierig. Der Boden ist nämlich noch knackehart gefroren und von der wärmenden Sonne haben wir schon lange nichts mehr gesehen.

Ein bis zwei Wochen später kann ich mich schon über die Krokusse in unserem Beet vor der Haustür freuen. Aber ein wenig trauere ich den Sonnenblumen hinterher, die allesamt erst abgeknickt und dann mit Hilfe meiner Kinder ersoffen sind. Dann also keine Sonnenblumen in diesem Jahr.
Die Kapuzinerkresse macht sich ganz gut und die Wicken lassen sich prima an den Schaschlikspießen heraufziehen. Besagte Spieße üben allerdings eine ungeheure Anziehungskraft auf unsere Söhne aus… Ständig sauge ich Erdkrumen aus der Essecke, die Zahl der Tomatenpflänzchen nimmt stetig ab.
Anfang April halte ich es nicht mehr aus. Es stehen 2 Kindergeburtstage an. Da kann ich diese blöden Töpfchen auf der Fensterbank mitsamt den magischen Spießchen nun wahrlich nicht mehr hier drinnen gebrauchen. Die Dinger müssen raus! Sofort! Ich will endlich auch draußen Frühling haben. Der Indoor-Frühling ist vorbei! Herr, mach schneller!!!

Mein Mann macht die vorsichtige Bemerkung, dass ich vielleicht etwas zu früh mit dem Vorziehen begonnen habe, da die Nächte noch sehr frostig und die Tage sehr stürmisch sind…
Aber ich bin eben nicht so gut im Anleitungen lesen. Ich bin viel zu ungeduldig für das Kleingedruckte. Wenn wir ein neues Gerät anschaffen, packe ich alles aus und schließe sofort alles an. Dann stecke ich den Stecker in die Steckdose und wundere mich, weshalb das blöde Ding schon kaputt ist. Mein Mann ist da deutlich strukturierter. Bevor er das Gerät auspackt, studiert er die Bedienungsanleitung. Er holt dann Stück für Stück aus dem Karton, legt jedes Kabel, jedes Schräubchen vor sich hin und beginnt systematisch nach Anleitung mit dem Zusammenbau. Seine Geräte sind selten kaputt…
Es ist völlig egal ob ich ein Ikea-Regal oder eine Stereoanlage zusammensetzen muss, ich sehe das jeweilige Teil bereits fertig vor mir und kann mich unmöglich damit aufhalten, zunächst ein paar Seiten Papier zu studieren. Ich will loslegen! Jetzt! Schnell! Sofort!

Wenn es dann nicht sofort klappt (und auch nicht einmal beim zweiten Anlauf) werde ich nicht nur nervös. Ich werde geradezu stinkesauer! Ich schimpfe auf die schlechte Verarbeitung, die überkomplizierte Konstruktion und die unmögliche Anleitung (die ungeöffnet neben mir liegt). Es sind die Kinder schuld, die mich mit ihrem Lärm halb wahnsinnig machen und mein Mann, der nie da ist, wenn ich ihn brauche…

Mein geistliches Leben spiegelt das auch wieder: Ich erwarte von Gott Veränderungen (z.B. an mir selber) und kann es kaum abwarten, dass er endlich Hand anlegt. Ich bin frustriert und enttäuscht, wenn es länger dauert, als ich ihm dafür Zeit eingeräumt habe. Und natürlich bin ich nicht auf mich selbst sauer, sondern auf Gott oder den Rest der Welt. Und wenn ich der Verzweiflung nahe bin und meinem Herrn (und oft auch meinem Mann) mein Leid klage, dann machen mich beide sehr sanft aber deutlich darauf aufmerksam, dass es Dinge gibt, die wachsen müssen. Dass ich mir selbst und anderen mehr Zeit zugestehen muss. Und dass es wichtig ist, sich an bestimmte Schrittfolgen zu halten. Doch es fällt mir so schwer, die Dinge in Gottes Hand abzugeben, seinem Zeitplan für mich und meine Welt zu vertrauen und meine Begrenzungen zu akzeptieren. Mir geht der lange Atem aus. Ich weiß so vieles besser… Jetzt! Schnell! Sofort!

Und Gott macht sich die Mühe, mir ab und zu Einblick in seine Vorstellung von Zeit zu geben. Wenn einer meiner Söhne dann doch noch mit dem Sprechen anfängt, wo wir uns doch langsam zu sorgen begannen und die Kinderärztin schon die Stirn runzelte. Wenn längst zerstört geglaubte Beziehungen wieder heil werden. Und ich staune darüber, wie ich annehmen konnte, ich hätte den Überblick über mein Leben, ohne mir auch nur die Mühe zu machen, in die Bedienungsanleitung zu sehen.

Doch eins dürft ihr dabei nicht vergessen, liebe Freunde: Was für uns ein Tag ist, das ist für Gott wie tausend Jahre; und was für uns tausend Jahre sind, das ist für ihn wie ein Tag. 2.Petr 3,8

Gott steht über der Zeit. Er ist Anfang und Ende gleichzeitig und mein kleines Hirn wird das nie ganz begreifen. Es ist gut zu wissen, dass eine Ewigkeit vor uns liegt. Ich kann es kaum abwarten...Ich will die erste sein, die auf dem Schoß unseres himmlischen Vaters Platz nimmt, um ihn mit allen meinen Fragen zu löchern. Jetzt! Schnell! Sofort!!!

Ich pflanze also fröhlich summend, wenngleich mit von der Kälte klammen Fingern meine Tomaten und Wicken und all das andere Grünzeug. Meine Nachbarin lehnt sich über den Gartenzaun, schüttelt den Kopf und faselt etwas von den Eisheiligen. Ich lächle nur…
Während ich die Erde von meinen Fingern wasche denke ich über die Eisheiligen nach. Du meine Güte, ich hab keine Ahnung, was genau es mit denen auf sich hat. Nur dass an einem bestimmten Datum, welches ich mir selbstverständlich nie merken kann, die Eisheiligen „sind“ und danach darf man dann endlich seine Geranien herausholen. Ich habs nicht so mit Heiligen und Bauernregeln. Damit bin ich genauso gut wie mit Bedienungsanleitungen. Und mit Geranien habe ich es auch nicht.

Die ersten Nächte raffen sämtliche Wicken und Tomaten, sowie die meiste Kapuzinerkresse dahin. Dann wird es ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit und die restlichen Pflänzchen wachsen und gedeihen. Die verbliebene Kapuzinerkresse wird von den Schnecken erledigt. Aber Zucchini und Zierkürbis sind erstaunlich robust. Sie blühen und wachsen und schon bald zeigen sich zu meinem großen Entzücken dicke grüne Würste (Zucchinis) und verformte grüne Bälle (Kürbisse). Oh, Herr wie wunderbar ist Deine Erde! 

Im Herbst essen wir erschreckend oft von den grünen Würsten. Das ist nicht sonderlich praktisch, denn die einzige in unserer Familie, die gerne Zucchini isst, bin ich. Meine Männer maulen und verweigern schon bald das gesunde und wohlgewachsene Gemüse. Auch im Freundeskreis sind die meisten meine Zucchini satt… Wenn ich mit den verräterischen Plastiktüten in der Gemeinde auftauche, nehmen alle Reißaus. In Gedanken streiche ich Zucchinisamen von meiner Einkaufsliste. Nie mehr! Da können sie noch so unverwüstlich frostfest sein und noch so sehr wuchern.

Dafür sind meine Kürbisse sehr beliebt, wenn auch nicht so zahlreich. Ach, und eine Freundin hatte mir im Mai noch von ihren Sonnenblumensprösslingen ein paar abgegeben. So viele, wie sie ursprünglich mit ihren Töchter vorgezogen hatte, konnte sie nun wirklich nicht pflanzen. Ich habe den Mund gehalten und sie dankbar angenommen… und bekomme von vorbeiziehenden Passanten oft Komplimente dafür.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Das ganze halbe Haus Teil zwo!

Ist schon längst da.... aber ich hab es einfach verpennt, darauf hinzuweisen!

Jetzt aber!

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Ein Papa aus Afrika, ein Brandschutzdingsbums und der gruselige Herr Blühm von nebenan – im ganzen halben Haus ist echt was los! Seit einigen Wochen wohnt Familie Herz nun in der riesigen Villa mit Garten: Mama und Papa Herz, die 10-jährige Fiene, ihre Zwillingsbrüder und der süße Mo, der das Down-Syndrom hat. Oma Böhnchen hatte ihnen das Haus nach ihrem Tod hinterlassen – na ja, zumindest das ganze halbe Haus. Die andere Hälfte gehört Herrn Blühm, der Kinder so gern hat wie Zahnschmerzen. Jetzt muss er feststellen, dass noch mehr Kinder einziehen werden! Ob das wohl gut geht? Ein großer Lese-Spaß für die ganze Familie!

Taschenbuchausgabe 7,99 €
oder als E-Book 5,49 €

ISBN: 978-3738642827